Cafayate – Bunte Felsen und erlesene Weine auf 2000 m Höhe

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Die Argentinier haben ja eine unverwechselbare Aussprache. Sie sagen nicht Cafajate sondern Cafaschate. Keine 200 km von Salta entfernt ist der Charakter der Landschaft in Cafaschate vollkommen anders. Fast wüstenhaft trocken und an 340 Tagen im Jahr scheint die Sonne. Die bunten Felsformationen erinnern an den Südwesten der USA oder auch an Gegenden im marokkanischen Atlas-Gebirge – die Entfernung zum Äquator ist ja auch eine ähnliche…

Der 12000 Einwohner zählende Ort ist zwar einigermassen touristisch, aber er gefällt mir dennoch gut. Ruhig und entspannt – selbst an der Plaza kann man in in Ruhe ein Eis essen und das Flanieren wird einem nicht durch Autoverkehr verleidet. Ich lande in einem wirklich netten Hostel und ziehe gleich mit ein paar Schweizern los, die ich dort kennen lerne. Am kommenden Tag leihen wir uns Fahrräder aus, fahren mit dem Bus 50 km ans andere Ende der Schlucht und radeln dann die Strecke zurück. Die Felsformationen wie „Teufelsschlucht“, „Amphitheater“, „Schloss“, „Kröte“ sind wirklich sehenswert. Ich bin zwar am Vortag die Strecke schon mit dem Bus gefahren, aber mit dem Fahrrad ist das Landschaftserlebnis ungleich intensiver. Nur die gnadenlos herunterbrennende Sonne laugt mit der Zeit aus, so dass wir 6 Stunden später vollkommen fix und alle, aber zufrieden wieder im Ort ankommen:

 

Am Abend taucht überraschenderweise Alfonsina mit Familie in Cafayate auf. Sie hatten mal so Bemerkungen gemacht, dass sie da auch schon länger nicht mehr gewesen wären und es schön fänden mal wieder hin zu fahren. Aber so wirklich damit gerechnet hätte ich jetzt nicht. Aber eine schöne Überraschung! Zum Abendessen um 22 Uhr treffen wir uns in grosser Runde, gemeinsam mit dem Schweizern.

Am kommenden Tag besichtige ich gemeinsam mit Alfonsinas Familie die erste Wein-Bodega mit einer kompetenten Führung, aber nicht gerade überragenden Wein. Am Nachmittag ziehe ich dann jedoch noch mal los mit einer Österreicherin und einer anderen Schweizerin aus dem Hostel und wir nehmen und zwei weitere Bodegas vor. Die Weinproben sind wirklich besser und die Stimmung wird mit zunehmenden Gläschen auch lockerer:

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