Was mich an Mittelamerika nervt

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Der amerikanische Gringo-Einfluss nervt am meisten. In den Städten sieht man shopping-malls und fast food an jeder zweite Ecke und es ist spürbar, wie sehr die Einheimischen dem Lebensstil des allmächtigen Nachbarn im Norden nacheifern.

In touristischern Orten sind es dann eher die vielen amerikanischen Touristen und Teilzeit-Einwanderer mit ihren Ferienhäuschen, die den Lebensstil und die Preise verderben. Am krassesten in Costa Rica, das in den letzten 10 Jahren absurd teuer geworden ist, teilweise teurer als in den USA.

Dort wo der touristische Einfluss nicht so stark ist und die Sicherheitslage mitunter kritischer ist, wie in El Salvador und Honduras, sind die Preise deutlich niedriger. Aber in diesen Ländern zielt die Bandenkriminalität nicht unbedingt auf Touristen ab – ist halt nur blöd, wenn man zufällig in die Schusslinie geraten sollte.

Man muss überall etwas auf seine Sachen aufpassen, denn Gelegenheitsdiebstähle sind häufig. Taschendiebe an geschäftigen Orten und Menschen, die am Strand darauf warten, bis du ins Wasser gehst, um sich dann mit deinen Sachen davon zu machen. Aber auf solche Dinge kann man sich einstellen und mir selber ist nichts passiert.


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Was ich an Mittelamerika liebe

Als erstes fällt mir ein, dass es so schön tropisch warm ist und man sich den eigenen Komfortbereich über den Höhenlage einstellen kann. Ist es am Meer zu heiss, oder kannst du bei Tiefstemperaturen von 27 Grad schlecht schlafen? Kein Problem: Fahr ein bisschen hoch in die Berge, aber nicht höher als 2500 m, sonst könnte es Nachtfrost geben…

Normalerweise wäre die Natur üppig grün, aber die letzte Regenzeit ist sehr mager ausgefallen und liegt auch schon wieder Monate zurück.

Wenn man in weniger touristischen Gegenden unterwegs ist, dann sind die Leute offener und freundlicher – insbesondere, wenn man von US-amerikanisch geprägten Orten Abstand hält. In diesen Gegenden sind die Preise durchaus auch recht günstig.

Dort wo sich indigener Einfluss bemerkbar macht, am stärksten in Guatemala, waren mir die Menschen am sympatischsten.


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Geschützt: Pachamamacommunity – nie wieder!

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Unterwegs nach Costa Rica

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Mit 5 Stunden Verspätung sind wir schliesslich in Leon angekommen. Somit ist mein abendlicher Stadtbummel so gut wie ausgefallen – es war schon fast 22 Uhr.!

Aber so spannend fand ich die Stadt dann auch nicht und ein kurzer Gang am nächsten Morgen um organisatorisches abzuchecken und eben mal die Altstadt zu bewundern hat mir dann auch gereicht. Leider gibt es von Leon keinen direkten Bus nach Costa Rica, nur von Managua aus, und der fährt schon mittags… das reicht mir nicht. Und da er auch noch den gleichen Preis verlangt, ob ich kurz hinter der Grenze aussteige oder bis nach San Jose durchfahre, beschliesse ich den zu boykottieren und mache mich auf die lange Tour mit lokalen Bussen.

Bis Managua geht es relativ gut in einem klimatiisierten Kleinbus, aber dann stehen wir im Stau und da ich eine Taxifahrt vermeiden möchte, und wir an einem Busterminal Richtung Granada, aber nicht an einem Richtung Rivas vorbei kommen, beschliesse ich den kleinen Umweg in Kauf zu nehmen. So ein schönes Erlebnis ist das in dem Bus aber nicht, da ich mich mit dem Bus-Kassierer um den Fahrpreis streite. Er will mir wegen meines Gepäcks den doppelten Fahrpreis berechnen. So was ist mir bisher in ganz Mittelamerika noch nicht passiert und ich lasse es so weit kommen, bis er mich wirklich aus dem Bus rausschmeissen will. Dann zahle ich doch zähneknirschend..

In Granada bleibe ich erst mal hängen, fast eine Stunde bis der nächste Bus fährt nach Rivas. Mist! Aber ich nutze die Zeit, um noch was essen zu gehen und als ich in Rivas ankomme ist es schon fast 16 Uhr. Taxifahrer behaupten, dass der letzte Bus schon weg ist, Passagiere behaupten das nicht. Ich beschliesse den Passagieren zu glauben. Allerdings dauert es wohl noch bis 17:30 Uhr…und ich will ja heute noch über die Grenze kommen. Dann kommt einer der Taxifahrer und macht eine Sammeltaxi-Angebot. Das sind dann nur noch 3 Dollar pro Nase und somit ok.

Die Grenze nach Costa Rica ist wider erwarten sehr easy. Ich hörte von anderen, was dort alles gecheckt würde und man ohne Weiterreiseticket gar nicht rein käme. Aber es gibt keinen Check und die Sache ist in 10 min erledigt.

Ich will an diesem Tag noch möglichst weit kommen und steige in einen Bus nach Liberia. Wow, das ist ein toller Bus: Bequem, neu…in Costa Rica herrscht offenbar ein anderer, materieller Lebensstandard. Auch die Orte, durch die wir durchkommen, wirken fast amerikanisch, kleinstädtisch aufgeräumt. 15 km vor Liberia bleiben wir allerdings hängen. 2 Stunden lang geht nichts voran. Später stellt sich heraus, was der Grund war: Schlichtweg ein einziges, liegen gebliebenes Fahrzeug. Aber das Problem war, dass von beiden Seiten aus die Fahrzeuge auf der Strasse auf beiden Fahrspuren bis an die Stelle heran gefahren waren und sich nun alles gegenseitig blockiert hat, was nur durch langwieriges Rücksetzen und Rangieren zu lösen war. Keine Polizei, die den Verkehr geregelt hätte – die Fahrer handelten das untereinander aus.

Es ist dann schon fast 22 Uhr, als ich in Liberia ankomme. Ich finde zum Glück ein günstiges, aber angenehmes Hotel für 10 Dollar, gehe noch in einer lauten Sportsbar einen burger essen und ein paar Bier trinken. Es war ein langer Tag.

Am nächsten Tag schaffe ich noch die restlichen paar Stunden bis zum Pachmamacamp auf zuletzt unasphaltierten Pisten. Die Reise von Guatemala aus bis hier runter hat sich dann doch ziemlich gezogen. Umso gespannter bin ich jetzt auf das Finale meiner Reise  – die letzten 10 Tage!


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